Seelsorgezentrum Hesekiel


Eine Rettungsstation für Menschen aus dem

  Okkultismus und Satanismus

 

Ausgangslage und Ziel:

Diese Seelsorgearbeit der Heilsarmee ZH - Oberland ist ein Aufbauprojekt, welches sich  zu einem  Seelsorgezentrum entwickelt hat.

Das Ziel unserer Arbeit ist, ausstiegswilligen Menschen, vor allem aus der okkulten Szene und dem Satanismus, auch Menschen aus Satanskirchen, auf ihrem Weg der Heilung und Befreiung ambulant oder durch unsere Time out Angebote zu begleiten. Dies praktizieren wir in Zusammenarbeit mit Ärzten, Psychiatern und Psychologen. Selbstverständlich sind auch Menschen willkommen welche nicht primär zu dieser Hauptzielgruppe gehören.

Das gesamte Seelsorgeangebot unseres Zentrums ist so ausgerichtet, dass es die verschiedenen Bereiche abdeckt, welche Menschen aus diesen Szenen auch nach dem Ausstieg belasten, um ihnen weitere Nachbetreuung anbieten zu können.

Sehr wichtig ist auch, dass solche Menschen nach dem Ausstieg sorgfältig in ein Korps oder in eine Gemeinde integriert werden können.

 

 

VISION:

Unsere Seelsorgearbeit verhilft den Ausstiegswilligen zu einer ganzheitlichen Betreuung. Dies zeigt unser Leitbild auf, welches auch das Leitbild unserer ganzen Korpsarbeit ist.

„Das Schwache stärkt ihr, das Kranke heilt ihr, das Verwundete verbindet ihr, das Verirrte holt ihr zurück, das Verlorene sucht ihr und das Starke, das niedergetreten wurde, richtet ihr auf.“ (Nach Hesekiel 34 / 4)

Dabei ist die Sinnfrage und das Neu – oder Wiederentdecken der vorhandenen Ressourcen ein zentrales Element der Seelsorgegespräche. Grundlage für unsere Arbeit bildet das christliche Menschenbild.

Unsere Seelsorgearbeit bietet vor allem Menschen Hilfe an, welche zu Randgruppen gehören. Nicht „traditionelle Randgruppen“, sondern weniger bekannte und beachtete. Solche Randgruppen, mit welchen oft niemand aus Angst den Kontakt eingeht. Zu diesen gehört der weite Kreis des Satanismus und Okkultismus in seinen Praktiken, wie Blutsverschreibungen an den Teufel, sämtliche Betätigungen im Bereich der weissen und schwarzen Magie, usw. ,welche auch in der heutigen Zeit sehr oft vorkommen. Die Auswirkungen solcher Praktiken haben dann zur Folge, dass ein Mensch vielfältige Hilfe braucht.

 

Ressourcen:

Die Seelsorgegespräche durch erfahrene und ausgewiesene Seelsorger in den Hauptbereichen innere Heilung, Heilung und Befreiung mit den verschiedenen Spezialbereichen, finden in der Regel in den Räumlichkeiten der Heilsarmee ZH-Oberland an der Apothekerstrasse in Uster statt. Dort stehen uns bis zu 7 Räume zur Verfügung,  welche bei den Seelsorgenachmittagen ausgelastet sind. Für Häuserbefreiungen (die Broschüre das 1X1 der Häuserbefreiung kann direkt über die Heilsarmee ZH Oberland bezogen werden) stehen 4 Teams zur Verfügung, welche direkt zu den Hilfesuchenden gehen. Die Gebetsteams treffen sich für das begleitende Gebet während den verschiedenen Seelsorgeangeboten in unserem Gebetshaus, ebenfalls an der Apothekerstrasse.

Das gesamte Seelsorge – und Gebetsteam umfasst 25 Personen. Davon werden 12 Personen als Seelsorger eingesetzt.

Die verschiedenen Seelsorger setzen pro Woche zusammen ca. 140 Stunden ein für diese Seelsorgearbeit. Dazu kommen noch viele Stunden der Gebetsteams, welche im Hintergrund unterstützend wirken.

 

Theologische Grundlage und Methodik:

Grundlage unserer Arbeit bildet unser theologisches Seelsorgekonzept, welches direkt über die Heilsarmee ZH Oberland bezogen werden kann.

Die Hilfesuchenden melden sich direkt über unsere Anlaufstelle an. Die allermeisten kommen durch „Mund zu Mund“ Propaganda. Meistens werden sie bei unserer Anlaufstelle direkt in den Bereich des Befreiungsdienstes oder der inneren Heilung eingeteilt. Dort werden dann die Hilfesuchenden in einem ersten Gespräch über den möglichen weiteren Verlauf der Begleitung informiert und das Vorgehen mit ihnen besprochen. Besonders bei schweren Verstrickungen im Okkultismus und im Satanismus werden Fragen über den Ausstieg diskutiert, um Ängste und Widerstände zu erkennen und abzubauen. Unsere Methodik ist so aufgebaut, dass keine „Blitzübungen“ geschehen, sondern eine ganzheitliche Begleitung möglich ist, in welcher im Verlaufe der Zeit verschiedene Bereiche unserer Seelsorge durchlaufen werden können. Menschen aus diesen Szenen brauchen nicht nur den Ausstieg, welcher vor allem eine Befreiung und Heilung des ganzen Menschen beinhaltet, sondern es ist auch entscheidend, dass sie ihr Leben ganz Jesus Christus übergeben. Dieser Schritt ist oft von heftigsten Kämpfen begleitet und braucht von Seiten des Seelsorgeteams viel Sorgfalt und Liebe.

Wenn Menschen bei uns Hilfe suchen, die aus unterschiedlichen Gründen mit dem Okkultismus und dem Satanismus in Kontakt geraten sind, begegnet uns oft die Haltung von „jetzt und sofort“. Des Öfteren meinen die Betroffenen ein „vollmächtiges“ Gebet reiche und sie wären geheilt und befreit. Im normalen Fall sind aber so viele Bereiche eines Lebens geschädigt, dass eine längere Begleitungszeit notwendig ist.

Die grösste Herausforderung dieser Art Seelsorge ist, dass eine saubere und klare Diagnose gestellt werden kann, damit auch wirklich echte Befreiung und Heilung geschehen kann. Aus diesem Grund arbeiten wir mit Ärzten, Psychiatern und Psychologen zusammen. Nicht alle Manifestationen der Hilfesuchenden sind auf okkulte Einflüsse zurückzuführen, auch wenn sie so aussehen. Sie können auch rein psychischer oder krankhafter Natur sein. Dies zu unterscheiden ist oft nur möglich mit Hilfe von oben genannten Fachpersonen.

Beat Schulthess

Seminar 2012
Seminar 2012

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